Gründungsgeschichte 04|Brücken für die deutsch-chinesische Zusammenarbeit bauen
Zwei Märkte verbinden heißt, unterschiedliche Geschäftsweisen und Erwartungen zu verstehen und tragfähige Kooperationen aufzubauen.

Das Leben und Arbeiten in China und Deutschland hat mir zunehmend gezeigt: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit braucht fachliche Kompetenz und Verständnis für die Rahmenbedingungen auf beiden Seiten.
Deutsche Unternehmen in China und chinesische Unternehmen auf dem Weg nach Europa stehen möglicherweise vor veränderten Märkten, regulatorischen Anforderungen sowie sprachlichen und kulturellen Hürden. Hinzu kommen unterschiedliche Erwartungen an Zeit, Risiko und die Gestaltung einer Partnerschaft.
Auch fachlich starke Partner mit ernsthaftem Kooperationsinteresse können Schwierigkeiten haben, voranzukommen. Eine Verzögerung, ein noch nicht bestätigtes Dokument oder eine Zusage mit unausgesprochenen Voraussetzungen kann auf beiden Seiten ganz unterschiedliche Schlussfolgerungen auslösen.
Den Hintergrund von Unterschieden verstehen
Ich bin in China geboren und aufgewachsen und habe in Peking, Shenzhen und Shanghai gearbeitet. Nach meinem Umzug nach Deutschland sammelte ich weitere Erfahrungen in deutschen Unternehmen und im europäischen Geschäftsumfeld.
Durch das Leben und Arbeiten in beiden Ländern konnte ich unterschiedliche Marktgewohnheiten, Organisationsformen und Entscheidungsprozesse kennenlernen. Dabei wurde mir deutlich, dass dasselbe Verhalten je nach Umfeld unterschiedliche Gründe und Bedeutungen haben kann.
Hilfreiche Kommunikation macht diese Hintergründe sichtbar. So können Partner unterscheiden, welche Probleme gelöst werden müssen und welche Unterschiede Verständnis und Abstimmung erfordern.
Aus Verständnis konkrete Zusammenarbeit entwickeln
Hier sehe ich meine Aufgabe.
Ich unterstütze chinesische Unternehmen dabei, Anforderungen, geschäftliche Erwartungen und mögliche Wege in den europäischen Markt zu klären. Ebenso helfe ich deutschen Unternehmen, das chinesische Marktumfeld, Entscheidungsrhythmen und Formen der Zusammenarbeit besser zu verstehen. Darauf aufbauend suchen wir nach tragfähigen Chancen, geeigneten Partnern und klaren Kooperationsbedingungen.
Manchmal müssen Ziele neu abgestimmt werden. In anderen Fällen geht es darum, Einschränkungen offenzulegen und unrealistische Erwartungen anzupassen. Auch die ehrliche Prüfung, ob eine attraktive Gelegenheit weiteren Einsatz rechtfertigt, gehört dazu.
Diese Arbeit soll Reibungsverluste verringern und allen Beteiligten verdeutlichen, worauf sie sich einlassen und was sie voneinander erwarten können.
Eine Brücke gemeinsam tragen
Mit den Unternehmen in München und Shenzhen möchte ich Erfahrungen und Ressourcen beider Seiten verbinden und konkrete Kooperationen unterstützen.
Dabei sind mir Integrität, fachliche Kompetenz, Verantwortungsbewusstsein und langfristiges Engagement wichtig. Sie schaffen eine Grundlage, um auch bei Schwierigkeiten gemeinsam weiterzugehen.
„Annie Thing Is Possible“ bedeutet für mich, die Realität ernst zu nehmen und innerhalb komplexer Bedingungen einen gangbaren Weg zu suchen. Die Brücke, die ich bauen möchte, soll den ersten Schritt erleichtern und die weitere Zusammenarbeit tragen.
